Wenn Kunstmuseen emotionale und persönliche Zugänge ermöglichen, indem sie die Lebensrealität
ihrer Besucher:innen aktiv in den Ausstellungsraum einbeziehen, erschließen sie nicht nur neue,
vielfältigere Zielgruppen — sie betreiben auch bewusste Beziehungsarbeit.
Genau hier setzt das Playbook an: wissenschaftlich fundiert, gemeinsam mit jungen Erwachsenen
entwickelt und im Einklang mit den Werten und Zielen von Museen, wie sie in der
ICOM-Definition
festgehalten sind.
Das Vermittlungstool basiert auf einer sechsmonatigen
praxisorientierten Forschungsarbeit im Masterstudiengang
Creative
Direction an der DIPLOMA
Hochschule. Es vereint aktuelle Erkenntnisse aus der psychologischen
Ästhetikforschung, der Emotionsforschung und der Museumsforschung.
Weitere Einblicke gibt es in der ersten Folge des hochschuleigenen Live-Talks
„DIPLOMA Finals“. Die Aufzeichnung ist auf YouTube
verfügbar.
Im Kunstmuseum Stuttgart
wurde das Playbook mit 15 Vertreter:innen der Zielgruppe getestet und die Ergebnisse zeigen,
dass das Playbook…
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das Besuchserlebnis bereichert: 14 von 15 Personen empfanden das Playbook als
wertvolle Ergänzung, 11 würden künftig lieber mit als ohne Playbook durch Ausstellungen
gehen.
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neue Blickwinkel eröffnet: 14 Teilnehmende berichteten von einer veränderten
Wahrnehmung der Kunstwerke und stellten vermehrt persönliche Bezüge zu einzelnen Werken her.
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berührende Erfahrungen ermöglicht: Die Nutzer:innen beschrieben vielfältige
Emotionen und besondere Momente der Auseinandersetzung mit der Kunst.
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Museen zugänglicher macht: 13 Personen würden Museen mit Playbook als
zugänglicher und inspirierender empfinden, 12 als attraktiver und zeitgemäßer, 11 als
weniger
einschüchternd sowie 10 als partizipativer und persönlicher.